Smartphone-Import: nicht immer werden deutsche LTE-Frequenzen unterstützt

Ein Handy zu importieren hat viele Vorteile: Man kann viel Geld bei der Anschaffung sparen und sich nicht zuletzt zu den ersten Besitzern des neusten Modells zählen. Allerdings unterstützen viele Importe die deutschen LTE-Frequenzen nicht. Insbesondere Handys aus dem asiatischen Raum können zum Teil keine 800-MHz übertragen.

Wer auch unterwegs mit Höchstgeschwindigkeit surfen möchte, kommt an 4G nicht vorbei. In vielen Großstädten und Ballungsräumen ist das LTE-Netz bereits vorhanden oder befindet sich noch im Ausbau. Deutsche Mobilfunkanbieter wie 1und1 bieten das Highspeed-Netz in Form einer Flatrate, bei der man die Surfgeschwindigkeit und das Highspeed-Datenvolumen nach Wunsch auswählen kann. Bei vielen Smartphones aus dem Ausland ist das häufig kaum denkbar – aber auch wenn, nutzt es den Smartphone Besitzern daheim kaum etwas. Denn viele Modelle unterstützen keine deutschen LTE-Frequenzen, die für das schnelle Surfen notwendig sind.

In Deutschland ist das Frequenzspektrum der Digitalen Dividende von großer Bedeutung. Um mit dem eigenen Smartphone 4G nutzen zu können, sind insbesondere die 4G-Bänder mit 800-, 1800- und 2600-MHz wichtig. Hierzulande werden verstärkt ländliche Regionen mit den weitreichenden Frequenzen mit 800-MHz ausgestattet. Aber auch in vielen Städten kommen die LTE-Frequenzen der Digitalen Dividende I immer häufiger zum Einsatz. Ein Smartphone, mit dem man in Deutschland uneingeschränkt 4G nutzen möchte, sollte deshalb LTE-FDD mit den Bändern 3 (1800-MHz), 7 (2600-MHz) und 20 (800-MHz) unterstützen. Wird beispielsweise das wichtige Band 20 mit 800-MHz nicht unterstützt, müssen Nutzer mit einigen Einschränkungen beim Surfen im Internet rechnen.

Wer sein Smartphone aus dem Urlaub mitbringt bzw. importiert, sollte also immer darauf achten, dass die oben genannten Bänder vom Hersteller unterstützt werden. Häufig ist das von der Beschreibung her aber nicht leicht zu erkennen. Bei der näheren Beschreibung von 4G/LTE wird häufig nur von Bändern B1/3 oder 7 ohne Angabe von MHz gesprochen. Bei Smartphone und Tablets aus dem europäischen Ausland braucht man sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Besonders große Hersteller haben ihre Smartphones mit den für Deutschland nötigen Frequenzen 3, 7 und 20 ausgestattet. Bei Produkten von Start-Ups ist das dagegen häufig nicht der Fall. Hier sollte man noch genauer auf die Frequenzen achten, damit dem Surfvergnügen auch mit einem importierten Handy nichts im Wege steht.

Bildrechte: Flickr Smartphone Evolution Phil Roeder CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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