Review: Modern Combat 5: Blackout

Lange vorher haben sie es bei Gameloft in den Social Media Kanälen bereits gehypet. Der neueste Teil des Modern Combat Franchise für Android und iOS solle ein grafischer und vor allem spielerischer Knallertitel sein. Wir haben uns das Ganze einmal angesehen und kommen leider zu einem durchwachsenen Ergebnis.  Getestet habe ich das Spiel auf einem LG Nexus 4.

27.07.14 - 1

Modern Combat 5: Blackout ist im PlayStore und im Apple AppStore für 5.99€ zum Download verfügbar. Dieser umfasst circa 900 MB für das Basisprogramm und die ersten Missionen. Alles weitere muss in der App zusätzlich heruntergeladen werden. Hierfür ist allerdings eine Pre-Load Funktion verfügbar, so dass ihr auch unterwegs weiterspielen könnt, ohne viel Traffic über das Mobilfunknetz zu jagen. Allerdings kommen wir hier bereits zum ersten negativen Punkt. So muss für das Spielen von Modern Combat 5 zu jeder Zeit eine aktive Internetverbindung bestehen. Ist diese nicht aufgebaut, funktioniert gar nichts. Die Ladezeiten des Spieles sind besonders beim Start des Spieles unerträglich und schrecken von einer Spielession zwischendurch ab. Zum Zeitpunkt zu dem dieser Artikel verfasst wurde, reagiert das Spiel darüber hinaus noch sehr allergisch auf das Betätigen des Home Buttons und späteren erneuten Aufrufen der App.

Blackout orientiert sich spielerisch an den großen Vorbildern vom PC Call Of Duty und Battlefield. Gameloft hat versucht die einzelnen Missionen der Singleplayer Kampagne – die allesamt sehr kurz sind – mit einer Story zu verbinden. Allerdings wirkte diese auf mich eher wie eine Alibi Geschichte: Ich konnte mich zu keinem Zeitpunkt mit der Hauptfigur „Phoenix“ identifizieren. Im Laufe des Spieles entwickeln sich immer abstrusere Intrigen, welche vermutlich das Resultat eines falschen Protokolls aus einem früheren Einsatz darstellen. Nach einem kurzen Intro, welches das Einsatzgebiet im Rahmen eines Computerprogrammes zeigt, startet die Geschichte im japanischen Rinnoji Tempel. Im Laufe der weiteren Story führt euch das Spiel danach durch verschiedene Areale in der Tokyoter Innenstadt, ihr macht einen kurzen Ausflug nach Venedig und landet anschließend wieder in Tokyo. Leider trägt dieser abrupte Szenenwechsel mitsamt der sehr kurzen, Stakkatomissionen dazu bei, dass das Ganze wie ein lieblos aneinandergereihter Missionsstrang wirkt.

Die Steuerung des Spieles ist grottig. Auch Modern Combat 5: Blackout teilt die von anderen Egoshootern auf Touchscreen Devices bekannten Probleme. Auch das leichte Autoaiming rettet das Ganze nicht. Gerade wenn es in den Multiplayer geht, ist die Steuerung eine Spaßbremse. Dass Gameloft gerade in diesen Spielmodus viel herzblut steckte, ist nach erster Besichtigung der gut detaillierten Multiplayer Karten klar. Leider ist das Balancing hier auch nicht ganz das Wahre. So ist es mit übertrieben starken Waffen möglich, sich einen unfairen Vorteil, gerade gegenüber Neulingen zu verschaffen. Oftmals ist aber die schlechte Steuerung der wahre Gegenspieler.

Fazit:

Technisch derzeit der beste Ego Shooter im AppStore, der leider mit den üblichen Problemen zu kämpfen hat. Die lieblose Story ist hierbei der kleinste Kritikpunkt. Wer ein kurzweiliges Spiel für unterwegs sucht, sollte mit Modern Combat 5: Blackout allerdings belohnt werden. Denn für die langweiligen Momente zwischendurch sind die kurzen Missionen ein toller Zeitvertreib.

Kommentar verfassen

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de