„Machen Sie sich nicht allzuviel Hoffnung“ oder: Was muss ich noch tun, damit gehandelt wird?

Hier einmal ein kurzes Statusupdate zum Falle meines geklauten Handys: Am Freitag Abend hat Cerberus mir, neben der genauen, derzeitigen Location auch ein Foto des Diebes zugesandt. Ich informierte umgehend die Polizei, die in Form eines Streifenwagens bei mir vorbeischauten. Unterdessen erkannte mein Schwager den Dieb, der mit ihm im gleichen Fußball Team spielte und nannte mir einen Namen. Diese Informationen gab ich an die anwesenden Beamten weiter, die nun zum Haus des Verdächtigen fahren wollten, um ihn eventuell anzutreffen.

Polizei-NRW-Logo

Gemeinsam mit meinem Schwager, machte ich mich im Auto auf den Weg zum mutmaßlichen Wohnort des Diebes, um die Polizeiarbeit zu beobachten. Dort verschanzten wir uns in einer dunklen Ecke und betrachteten das Geschehen. Nachdem die Polizisten viele Minuten vor dem Haus des Diebes verweilten, machten Sie sich auf den Weg in die Wohnung des Verdächtigen. Die Überprüfung des Namens und der Straße scheint also positiv ausgegangen zu sein. Nachdem die Beamten nach der Kontrolle wieder gefahren waren, wurde ich per Telefon über den Ausgang informiert. Der Beschuldigte war zu gegebenem Zeitpunkt natürlich nicht zuhause. Seine Mutter allerdings habe gesagt, dass „ihr Sohn tatsächlich seit kurzem über ein deartiges Smartphone verfüge“. Es blieben dem Beschuldigten nun ein paar Tage Zeit, sich selbst bei den Beamten zu melden.

Klingt ja alles gar nicht so schlecht, dachte ich und erwartete ein baldiges und zufriedenstellendes Ende in diesem Fall. Doch Fehlanzeige. Heute Morgen informierte mich der Sachbearbeiter meines Falles, dass ich mir weiterhin keine großen Hoffnungen auf Aufklärung machen solle. Man würde nun alles Mögliche unternehmen, jedoch sei die Aufklärungschance immer noch sehr gering.

Ich rekapituliere noch einmal. Ich habe folgende Informationen an die Polizei übergeben:

  • Genaue Uhrzeiten und Daten, an denen das Smartphone aktiv und online war
  • Relativ (auf 10m) genaue Positionsdaten
  • Die Kundendaten und Telefonnummer sowie IP Adressen einer ersten eingelegten SIM Karte, die inzwischen aber wieder entfernt wurde
  • Zahlreiche externe IPs und deren Aktivitätszeiträume, sowie die SSID des heimischen Telekom WiFi Netzwerkes
  • Ein Foto des Diebes, der eindeutig als Angreifer identifiziert wurde
  • Einen Namen des Diebes der anscheinend laut Crosscheck mit der derzeitigen Aufenthaltsadresse meines Telefons übereinstimmte
  • Die Aussage der Mutter, dass ein solches Smartphone beim Sohn gesehen wurde

Was um alles in der Welt, muss ich noch tun, damit die Staatsgewalt hier tätig wird?

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