Kommentar: Gamescom Veranstalter sperren uns aus

Wenn ihr zu unseren Stammlesern gehört, wisst ihr, dass 2 unserer wichtigsten Deutschland-Termine im Jahr, einmal die CeBIT und die Gamescom sind. Bereits im ersten Jahr, noch unter dem Namen Eee-PC.de waren wir auf der Games Convention – ihrerzeits noch in Leipzig ansässig – zu Gast, um ein erstes Gespräch mit Asus, über den Eee PC 701 zu führen.

Zugegebenerweise muss ich sagen, dass ich in diesem Jahr wirklich lange überlegt habe, ob sich ein Besuch auf der Spielemesse, für MobilityMagazin.de lohnen würde. Dann trafen in den letzten Tagen, doch recht nette Pressemails verschiedener Entwickler bei uns ein, sodass ich einer Akkreditierung nachgeben wollte. Gesagt getan – die gleichen Unterlagen wie in den vergangenen Jahren eingesendet und eigentlich recht sicher gen Antwort geblickt. Doch Pustekuchen. Die neuen Restriktionen bei Onlinemedien verweigern uns den Zutritt!

Warum das Ganze? Nun, in den vergangen Jahren, wurde Blogging immer attraktiver und zur lukrativen Begleitbeschäftigung für Deutschlands Jugend. Dass hier jeder etwas vom großen Kuchen „Messeblogging“ abbekommen will, ist verständlich und somit begab es sich, dass im letzten Jahr gefühlt mehr Menschen mit einem Pressebadge auf der Messe unterwegs waren, als zahlende Kundschaft. Was auf der wichtigsten IT-Messe Europas „CeBIT“ bereits seit vielen Jahren Gang und Gebe ist (zahlt da eigentlich überhaupt noch wer Eintritt?), scheint die Vorsitzenden der Koelnmesse wohl etwas zu stinken. Flugs hat man die Richtlinien zur Akkreditierung verändert und setzt einen Großteil der Contentproduzierenden Bloggerschaft vor die Tür.

Offiziell lautet der ausschlaggebende neue Text wie folgt:

Es werden keine Akkreditierungen an Inhaber privat initiierter Spiele-Homepages, privat initiierter Blogs sowie Podcast-Seiten ausgestellt.

Doch was unterscheidet ein Blog eigentlich von einer News-Website? Der Aufbau? Seit Anbeginn meiner Tätigkeit für diesen Blog, bin ich Inhaber eines anerkannten Presseausweises, eines deutschen Medienverbandes. Durch den Erhalt dieses Ausweises, beweise ich die regelmäßige und professionelle Anfertigung, redaktionellen Contents und lege offen, dass es sich hierbei um eine journalistische Tätigkeit im Sinne der öffentlichen Berichterstattung handelt. Hebt sich MobilityMagazin.de dadurch etwa nicht von anderen „privat initiierten Blogs“ ab?

Lassen wir dies einmal dahingestellt, sollte man sich als nächstes unsere Sponsorenschaft anschauen. So begleiten uns bereits seit vielen Jahren, unterschiedliche Größen der IT Welt mit tatkräftiger und finanziell aufwendiger Unterstützung. Würde diese so ausfallen, wenn es sich um ein Spaß-Blog handeln würde, der auf freien Eintritt auf Spielemessen aus wäre?

Mit dem Hinweis, dass ein erneuter Akkreditierungsversuch, vor Ort mit anderen Unterlagen möglich sei, schloss sich die Absage-Mail der Koelnmesse. Danke für das Angebot – aber die Gefahr, erneut abgelehnt zu werden und die Kosten für die Anreise umsonst zu tragen, ist mir einfach zu groß. Auch wenn diese von eher geringem Ausmaße wären, geht es hierbei um’s Prinzip.

Liebe Koelnmesse. Da Sie sich sicherlich im Klaren sind, wie es um die Messe steht – und auch Sie sicherlich Zahlen vorliegen haben, muss ich vermutlich nicht verdeutlichen, dass Jahr für Jahr zahlreiche wichtige Aussteller abspringen und sich sogar Conventions wie die AnimagiC (Fall Nintendo), aussuchen, um ihr Portfolio zu präsentieren. Sich nun auch noch die professionelle Bloggerschaft als Feindbild zu zeichnen, ist eindeutig der falsche Weg.

Da ich in journalistischer Tätigkeit absolut nicht nachtragend bin, blicke ich voller Zuversicht auf das nächste Jahr. Falls das Konzept bis dahin aufgegangen ist…

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