RFID-Special Teil 2 – Pro und Contra

Nach unserer Sommerpause möchten wir auch unsere RFID-Serie fortsetzen. In unserem zweiten Teil gehen wir näher auf die Anwendungsgebiete.

RFID ist eine Technologie, die uns das Leben ungemein erleichtert. Ohne viel Anstrengungen lässt sich ein Datenaustausch vornehmen. Doch überall je bequemer unser leben wird umso einfacher wird es auch für kriminelle aktiv zu werden. Anhand einiger Beispiele möchten wir euch zeigen, was einem die Technik nützt und was passiert, wenn man nicht aufpasst.

  • Personalausweis (E-Perso)

Der neue Personalausweis soll unser leben praktischer gestalten. Da wäre beispielsweise die Funktion „Ausweisen im Internet“. Auf dem RFID-Chip werden Name, Adresse, Foto und andere persönliche Daten gespeichert. In Verbindung mit einer PIN-Nummer soll es möglich sein sich im Internet Auszuweisen, einfacher Onlinebanking zu betreiben und besser im Internet einkaufen zu können.

Doch ist es zugleich riskant alle seine Daten an solch einem Orts zu haben, den man immer bei sich führt. Auch wenn einem zunächst versichert wird „das System ist sicher“, muss man sagen, nichts ist wirklich sicher. Kriminelle finden immer Mittel und Wege an Daten zu kommen. Man stellt sich folgendes Szenario vor: Man steht am Flughafen in der Schlange um den Koffer aufzugeben. In unmittelbarer nähe steht ein unscheinbarer Mann. Mit einem modifizierten RFID-Lesegerät sammelt er die Daten von allen wartenden, ohne das es jemand mitbekommt. Schuld daran ist die Einfachheit dieses Systems.

  • EC-Karte

Ein weiteres Projekt, wo derzeit mit Eifer dran gearbeitet wird ist das Bargeldlose bezahlen. In eine neue EC-Karte wird ein RFID-Chip eingebaut. Dank diesem Funksystem soll man an der Kasse, beim Tanken, etc. noch einfacher Bargeldlos bezahlen. Es genügt vor dem Kassierer zu stehen. Mit der Eingabe der PIN-Nummer hat man schon den Einkauf bezahlt. Die Möglichkeiten für böse Menschen möchte ich hier nicht weiter ausführen 😉

  • Lebensmittel

Der Barcode hat sich bei uns inzwischen eingebürgert wie das Auto. Man findet ihn überall. Der Hauptzweck besteht darin, Informationen kompakt zu speichern und schnell für die Supermärkte aufrufbar zu machen um Prozesse zu optimieren. Doch die Jahre gehen ins Land und der Barcode reicht bei der Masse an Produkten nicht mehr aus. Um effizienter zu arbeiten werkelt man an einem System, welches mittels RFID arbeitet. Jedes Produkt bekommt eine „umweltfreundlichere“ Variante des Chips. Aufgrund der Drahtlosen Verbindung zum Lesegerät soll man zukünftig einfach dem Einkaufskorb durch die „Kasse“ schieben ohne alles auszuräumen. Für die Unternehmen wird es aber auch einfacher Marktforschung zu betreiben. Mit wenig Aufwand lässt sich herausfinden, wer, was, wann gekauft hat. Es ließe sich auch feststellen welche Wege er im Geschäft nimmt und wo er sich wie lange aufhält. Auch für die Ordnungshüter würde die Arbeit um einiges leichter werden, da sich dank des kompakten Funkchips theoretisch Käufer und Kaufort von achtlos liegengelassenen Müll ermitteln lässt.

In den nächsten Jahren wird RFID sich wohl oder übel bei uns einnisten. In nahezu jedem Gebiet gibt es erste Entwicklungen bzw. Feldversuche. Beispielsweise in Banknoten und KFZ-Kennzeichen will man die kleinen Technik-Wunder einbauen um es Fälschern schwerer zu machen. Diverse Modefirmen experimentieren mit RFID in Textilien. Auch in Sportschuhen möchte man diese Funkchips einbauen um bei Sportveranstaltungen bessere Zeitmessungen vornehmen zu können. Was kann man also tun um sich besser zu schützen? Wir haben einige Möglichkeiten zusammengetragen und unter die Lupe genommen. Mehr dazu in unserem letzten Teil.

 

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