Die freie Office-Suite

Jeder kennt OpenOffice. Doch das ist schon lange nicht mehr das was es wahr. Die Geschichte beginnt vor Zehn Jahren. Die Firma Sun übernahm damals das Unternehmen Star Division. Der Quellcode der damals populären Office-Software StarOffice wurde offen gelegt. Dies war die Geburtsstunde von OpenOffice.org, der ersten offenen und freien Bürosoftware. Unter dem Schirm der Firma Sun wurde gemeinsam mit immer mehr Entwicklern die Office-Suite erweitert und verbessert. Das Ziel eine Bürosoftware für jedermann zu schaffen war entstanden.

Über viele Jahre ging dies gut. Doch im Januar 2010 übernahm Oracle die Firma Sun. Mit dem Ende von Sun wahr auch das Ende von OpenOffice.org quasi besiegelt. Oracle ließ das OpenOffice Projekt immer mehr schleifen. Die Entwicklergemeinde kritisierte immer mehr die offene Zukunft sowie die spärliche Unterstützung. Im September 2010 war ein Punkt erreicht wo sich führende Mitglieder des Projektes nicht mehr wohl mit Oracle fühlten. So kam es zur Gründung von „The Document Foundation“. Mit ihr wollten sich die Entwickler unabhängig von Oracle und seinen Launen machen um der Menschheit eine bessere, freiere, offenere Office-Suite bieten zu können …

Doch was ist nun genau Libre Office? Was ist anders? Lohnt sich der Umstieg?

LibreOffice ist ein Hybridwort aus dem französischen Libre was soviel wie frei heißt und dem englischen Office welches für Büro steht. LibreOffice kommt mit einer Grünen Farbe sowie neuem Logo daher.

Die Entwickler haben sich mit LibreOffice die Ziele von freieren und einfacheren Prozessen. Man möchte Transparenter und unabhängiger werden. Man versteht sich als Evolution von OpenOffice.org. Während man bei OpenOffice.org an Oracle gebunden war und ohne die Firma nicht interagieren konnte ist man jetzt frei in sämtlichen Entscheidungen. Man erhält zwar Unterstützung von Google, Novell und RatHat, jedoch sind sie nicht mit in die Entscheidungsprozesse bei der Entwicklung eingebunden.

Was die Aktualisierung angeht hat man sich ganz konkrete Pläne gemacht. Im Gegensatze zur ungewissen Politik bei Oracle möchte man jeden Monat ein Bugfix-Release herausbringen. Aller 6 Monate soll ein Feature-Release folgen. Das erste große Feature-Release ist für Juni 2011 (Version 3.4) geplant. Aktuell ist die Version 3.3.2 kostenfrei als Download für Windows, Linux und Mac erhältlich. Die jetzt erhältliche Version ist noch stark an die OpenOffice.org Version 3.30 angelehnt, da man den Quellcode benutzt hat. Jedoch sollen schon in 2 Jahren erste Abweichungen und eigene Richtungen von LibreOffice erkennbar sein.

LibreOffice bietet jedoch jetzt schon diverse Neuerungen die man in OpneOffice.org nicht wirklich finden wird.:

  • 3D-Folienübergänge (Impress);
  • Druckdialog mit Dokumentvorschau;
  • Suchleiste um Dokument zu durchsuchen;
  • Schalter für Experimentellen Modus;
  • Einfügen einer Titelseite mit abweichenden Formatierungsmöglichkeiten (Writer);
  • mehr al 1000000 Zeilen (Calc);
  • ausblenden von Gitternetzlinien (Calc);
  • Filter- und Sortieroption im Datenpilot (Calc);

Mit LibreOffice bietet und die Document Foundation eine vollwertige Office-Suite. Besonders hervorzumerken ist die regelmäßige Aktualisierung, im Gegensatz zur ungewissen Zukunft von OpenOffice.org. Auch wenn sich die beiden Suiten optisch nicht viel nehmen, ist doch ein umstieg auf LibreOffice ratsam. Für alle deren Interesse jetzt geweckt ist

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