Review zum Pearl Touchlet X2

Nachdem ich mir gestern einen ersten Eindruck zum Pearl Touchlet X2 Android Tablet verschafft habe, möchte ich noch einmal alles zusammenfassen. Zunächst muss man als Grundlage festlegen: Das Tablet kostet 169 Euro. Hierfür sollte und darf man keine Wunder erwarten und mit entsprechendem Blick an die Sache rangehen.

Verpackung

Das Pearl Touchlet X2 kommt in einer hochwertigen Verpackung, die allerdings neben dem Tablet, einem Power Adapter, einem Clip-On Ständer und einem USB Kabel, nur noch das Handbuch in Deutsch und Französisch enthält.

Verarbeitung

Als ich das Tablet zum ersten Mal in die Hand genommen habe, war ich durchaus überrascht, von welcher guten Qualität das Gehäuse ist. Die Rückseite ist gummiert und wird von einem Android Logo verziert, welches zugleich die Öffnung für den Lautsprecher darstellt. Am Gerät selbst klappert, das Gehäuse wirkt grundsolide. Drückt man an der Rückseite mit einiger Kraft, sieht man dir Druckpunkte auf dem eingeschalteten Display. Da man dies aber als normal ansehen kann, ist das für mich kein negativer Punkt. Das Touchpanel reagiert gut und kann sogar mit den Fingerspitzen anstatt der Fingernägel bedient werden.

Ausrüstung

Das 7 Zoll große (resistiver Touchscreen, 800×480)  Touchlet X2 kommt mit einem 800 MHz Marvell Mohawk rev 0 (v5l) Prozessor, 256 MB RAM und 2 GB internem Speicher, welcher um weitere 32 GB per microSD Karte erweitert werden kann. Wir bekommen WiFi b/g und laut Pearl soll die Einbindung eines UMTS Sticks per USB möglich sein. Auf der Vorderseite befindet sich eine VGA Webcam. Vorinstalliert ist Android 2.2 Froyo.

Tests

Wir haben das Tablet in mehreren Aspekten getestet. So haben wir  zunächst das alltägliche Nutzungsszenario betrachtet. Wir gehen davon aus, dass Käufer mit dem Touchlet X2 ihr Social Networking-Leben organisieren möchten und haben uns angesehen wie gut das Tablet mit Facebook und Youtube klarkommt.

  • Die Facebook App stellt für das Pearl Touchlet X2 kein Problem dar und lässt sich wunderbar bedienen.
  • Youtube Videos werden aufgrund fehlender Flashunterstützung nicht im Browser abgespielt, sondern mit vorinstalliertem Mediaplayer gestreamt und wiedergegeben.
  • Beim Surfen muss der User auf Multitouch verzichten und die Seite per +/- Button vergrößern
  • Das Accelerometer funktioniert hervorragend und schneller als auf dem Archos 101 Internet Tablet.

Als nächstes haben wir versucht das Touchlet X2 zu benchmarken. Dies ist uns weder mit Sunspider, noch mit dem 3D Benchmark Quadrant gelungen. Hier kamen schon üble Vermutungen zum nächsten Testkriterium zustande.

Wir installierten ?Spiele auf dem Tablet: Hier machte Angry Birds den Anfang. Das Spiel lässt sich einwandfrei installieren und das Icon erscheint auf dem Homescreen. Will man es allerdings starten, bekommt man sofort den Hinweis, dass das Programm abgesetürzt sei. Spielen somit unmöglich. Damit gab ich mich allerdings nicht zufrieden und installierte das Rennspiel Raging Thunder in der Liteversion. Das Spiel ließ sich starten, war allerdings aufgrund der Framerate von geschätzten 8-10 FPS und einem falsch kalibriertem G-Sensor nicht spielbar.

Eigentlich wollte ich das Tablet nach der Testphase behalten, denn aufgrund des 7-Zoll Formfaktors und einer versprochenen Möglichkeit UMTS Sticks einzubinden und somit unterwegs Internet zu haben, war für mich sehr verlockend. Die Einbindung des Sticks funktioniert, das Modem wird erkannt. Man kann seine Verbindungsdaten eingeben, doch ein Verbindungsversuch wird trotz klick auf entsprechende Schaltfläche, leider nicht ausgeführt. Schade!

Fazit: Wer für 169 Euro keine Wunder erwartet, wird trotz einiger genannter Schwächen Spaß mit dem Gerät beommen. Die gute Verarbeitung und der gut gewählte Formfakter von 7 Zoll machen einen guten Eindruck. Der resistive Touchscreen reagiert gut und auch der G-Sensor funktioniert vorbildlich. Leider haben wir trotz Android Froyo keine Flashunterstützung und der 800 MHz Prozessor ist uns zu langsam für den Hardcore Einsatz.

Solltet ihr mit dem Tablet euer Social Media Netzwerk managen wollen, ist das Pearl Touchlet X2 ausreichend. Für alle die mehr von einem Tablet erwarten, empfehle ich das 150 Euro teurere Archos 70 Internet Tablet aus der Gen8 Reihe.

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