Intel verklagt Psion

Nun verklagte Intel Psion, damit der kanadische Hersteller die Namensrechte am Begriff „Netbook“ verliert. Die Klage ging vor 2 Wochen beim Nordkalifornischen Bezirksgericht ein, also ganze 4 Tage bevor bevor Dell die Klage beim US-Patentamt einreichte.

Dies ist Intels Reaktion auf einen Abmahnbrief von einem Psion-Anwalt vom Dezember, da Intel den Begriff „Netbook“ zum Marketing seiner Atom-CPU’s verwendet und die Domain Netbook.com registrierte. Auch andere Websites erhielten im Dezember Abmahnungen. Psion besitzt die Rechte am „netBook“ seit dem Jahr 2000, stellt jedoch robuste Handheld-PC’s für den Außeneinsatz und keine Netbooks her.

Intel möchte den Namen Netbook jedoch nicht für sich selbst sichern, sondern verlangt lediglich eine Löschung des Namens aus dem Handelsregister.

„Die Öffentlichkeit verwendet ‚Netbook‘ bereits als Gattungsbegriff für eine Kategorie von Notebooks, die klein, günstig und mit geringerer Rechenleistung ausgestattet sind“,

so heißt es in der Anklageschrift (PDF)der Anwälte. Als Beleg werden Zahlreiche Zeitungsartikel verwendet, in denen von Netbooks als neue Geräteklasse die Rede ist. Außerdem werden die Anwälte dem Produktmanager Herb Tunzer vor, dass er das Patentamt belogen hatte, als er 2006 versicherte, Psion vermarkte weiterhin Organizer/Handheld-PC’S unter dem Namen „Netbook“. Intel behauptet jedoch, dass der Verkauf dieser Produkte bereits 2003 eingestellt wurde.

Diese beiden Argumente bringt auch Dell in seinem Antrag unter. Psion wehrt sich mit der Behauptung dagegen, dass noch Zubehör für die Netbooks angeboten wird. Außerdem soll der Begriff „Netbook“ nur unter technisch fachkundigen Personen (also angeblich nur Nerds und Geeks) bekannt, jedoch nicht unter der gesamten Bevölkerung.

<via Heise>

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