Review: Raon Digital Everun Note D60H

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ever11Wem der Eee PC 701 schon zu klein war, der sollte bei dem Raon Digital Everun Note lieber weggucken. Dieses schnuckelige Gerät ist das wohl bisher kleinste Netbook. Es bietet aber ungeahnte Power, denn im Inneren arbeitet ein AMD Turion 64 X2 mit 1.2GHz, also ein Dualcore Prozessor und als Grafiklösung kommt eine ATI RS690E mit 128 MB DDR2 Speicher zum Einsatz. Ideale Voraussetzungen zum mobilen Gaming. Das 7-Zoll Touchscreen sorgt noch für den nötigen Komfort bei der Benutzung.

Vielen Dank an / Special Thanks to:

Für das Bereitstellen des Testmusters

Verarbeitung

ever1Das Raon Digital Everun Note ist wohl eines der kleinsten Netbooks derzeit. Es bietet jedoch trotzdem einige Anschlussmöglichkeiten. So findet man hinten einen VGA-Ausgang für externe Monitore und Beamer. Auf der rechten Seite dann zwei USB 2.0 Ports und einen USB 2.0 Mini B Port, Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang. Rechts den Netzstromeingang und auf der Vorderseite den Kartenleser und den SIM-Kartenleser für das optionale UMTS, was bei meinem Testgerät nicht vorhanden war. Das Everun Note ist eigentlich recht gut verarbeitet, was mir jedoch nicht gefällt ist das Displayscharnier welches meiner Meinung nach zu locker eingestellt ist. Es knarzt auch ein wenig, was vielleicht an meinem Testgerät liegen könnte, ich weiß es leider nicht. Ansonsten kann ich an der Verarbeitung nichts bemängeln. Einziger Wermutstropfen, es ist kein LAN-Anschluss vorhanden, man kann also nur per WLAN aufs Netzwerk zugreifen.

Tastatur

ever2Die Tastatur ist natürlich sehr winzig und Benutzer mit großen Händen werden eventuell nicht soviel Spass mit ihr haben. Die Tasten liegen sehr dicht beieinander wie auch bei der Tastatur des Eee PC 701/900/901. Um die kleine Bauform der Tastatur zu realisieren, mussten natürlich auch Kompromisse eingegangen werden. So musste beispielsweise die Funktionstasten-Reihe halbiert werden (F1 – F6 kann man normal bedienen, für F7 – F12 muss man zusätzlich die FN-Taste gedrückt halten), die Pfeiltasten kommen auch nicht in der gewohnten Anordnung, sondern befinden sich in einer Reihe, was wirklich gewöhnungsbedürftig und vorallem unüblich ist.

Mausersatz

ever3Statt einem Touchpad hat das Everun Note einen optischen Mausersatz. Wer sich nicht vorstellen kann wie das funktioniert, der kann einfach seine optische Maus zuhause umdrehen und mit dem Finger über den Laser gleiten. So in etwa funktioniert auch dieser optische Mausersatz im Everun Note. Es ist etwas besonderes, denn soetwas gab es bisher noch nie bei Netbooks und sicherlich nur ganz selten in Notebooks. Ich persönlich sehe soetwas zum ersten Mal. Es ist zuerst natürlich gewöhnungsbedürftig und nicht jeder kommt damit klar, damit muss man sich einfach abfinden. Ich kam damit wunderbar zurecht, obwohl mir ein Touchpad oder ein Trackpoint sicherlich besser gefallen hätten. Der komplette Mausersatz lässt sich reindrücken und dient somit als Ersatz für die linke Maustaste. Links und rechts daneben befinden sich die Maustasten.

Display

ever1Das Everun Note hat ein 7-Zoll Display, welches zudem noch über ein Touchscreenpanel verfügt. Man kann also auch mit der Windows Bildschirmtastatur schreiben und durch Tippen auf den Bildschirm schneller interagieren als mit der Maus oder mit dem eingebauten optischen Mausersatz. Aufgrund des Touchscreenpanels spiegelt das Display ein wenig, was aber vernachlässigbar ist. Die native Auflösung beträgt 1024 x 600 Pixel und diese Auflösung ist für ein 7-Zoll Display nicht zu klein wie ich finde. Man kann auch ohne Änderungen an der Schriftgröße alles wunderbar erkennen und bedienen. Ein Stift zum Bedienen des Touchscreens ist leider nicht vorhanden.

Performance & Festplatte

Von einem Dualcore Prozessor und einer einigermaßen ordentlichen Grafikkartenlösung erwartet man natürlich auch ein gewisses Maß an Leistung. Das bekommt man beim Everun Note auch. Programme starten schnell und Spiele laufen mit der entsprechenden Auflösung meist ruckelfrei. Ich habe natürlich einige Spiele installiert und getestet und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Doom 3, zwar ein etwas älteres Spiel, lief nicht komplett flüssig, aber es war durchaus spielbar. Call of Duty 4 lief in Gebäuden einwandfrei, unter freiem Himmel kam es dann auch öfters zu Stellen wo es etwas langsamer lief. World of Warcraft habe ich nicht installiert, da ich es nicht spiele, ich konnte jedoch damals beim Meet & Greet in Köln sehen, das WOW spielbar auf dem Everun Note lief. Zum Messen der Grafikperformance habe ich 3DMark2001 laufen lassen und hier das Ergebnis.

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4229 Punkte sind ein tolles Ergebnis für ein Netbook. Zum Vergleich: Samsung NC10: 2991 Punkte,  Eee PC 701: 1922 Punkte, Asus N10J (GeForce 9300):  6951 Punkte

Als Festplatte kommt eine 1,8-Zoll Festplatte zum Einsatz, die leider nicht die schnellste ist. Sie ist somit in gewisser Weise der Flaschenhals des Systems.

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Hitzeentwicklung

Ein Dualcore Prozessor wird natürlich auch entsprechend warm wenn man ihn richtig fordert. Dies macht sich auch am Everun Note bemerkbar. Natürlich verbrennt man sich nirgends die Finger, aber es wird an einigen Stellen schon wärmer als bei anderen Netbooks gewohnt. Hier einmal die Temperaturen nach einer guten Stunde C & C 3.

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Akku

Wie auch das Gerät, ist der Akku einfach nur winzig im Vergleich zu anderen Netbookakkus. Er hat eine Kapazität von 5200mAh und hält ungefähr 2 bis 3 Stunden, ja nach Anwendung. Natürlich hält der Akku nicht sehr lange wenn man mit dem Everun Note spielen möchte. Man sollte dann das Netzteil anschließen.

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Fazit

Mit dem Raon Digital Everun Note ist man wirklich ultramobil, es wiegt nur ca. 740g und misst nur 200mm x 118 mm x 27,5mm. Es ist wirklich winzig und überall wo man es auspackt fällt man auf. Die Performance kann sich für solch ein kleines Gerät durchaus sehen lassen und lässt sogar so manches Notebook alt aussehen. Man muss sich jedoch mit der kleinen Tastatur und dem optischen Mausersatz anfreunden. Es ist auch nicht gerade preiswert, da es sich hierbei um ein Importgerät handelt, welches wahrscheinlich auch in der nächsten Zeit nicht in Deutschland erhältlich sein wird. Wir haben unser Gerät von dem ungarischen Händler mobilx.hu. Dieser Händler ist auch einer der einzigen europäischen Händler die das Raon Digital Everun Note vertreiben. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass es sich hierbei um ein klasse Gerät handelt, welches wie ich erfahren habe, bereits einige deutsche Besitzer gefunden hat. Eine Alternative zum Everun Note D60H (dieser hier), wäre noch der Everun Note S16S (diesen hier), der vom Gehäuse her identisch ist mit dem von mir getesteten Gerät, jedoch als Prozessor “nur” einen AMD Mobile Sempron mit 1GHz hat. Dafür ist er fast 100EUR billiger.

Hier nochmal die technischen Daten auf einen Blick

Processor: AMD Turion 64 X2 Dual Core 1.20 GHz (1MB Cache)
Chipset: ATI RS690 + SB600
Memory: 1024 MB DDR 400MHz (1 x 1024)
HDD: 60 GB HDD 5400rpm
Screen: 7” WSVGA TFT (1024×600)
Graphics Driver: ATI RS690E 128 MB DDR2 Memory
Audio: AC’97 16 bit sztereo
Keyboard: ENG QWERTY + Num + Func keys
Modem: -
LAN: -
WLAN: WLAN 802.11 b/g (54 Mb/s)
Bluetooth: Bluetooth v2.0
Card Reader: 3in1 Card reader
USB: USB 2.0 (2)

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15 Responses

  1. Feldmuetzchen sagt:

    Man was für ein hammer teil!!!! Wäre cool wenn sowas Asus auf den markt bringen würde*G* SO ein gepimpter 701!

  2. marvin sagt:

    naja, nen ganz großes manko scheint ja wirklich die tastatur zu sein, ich glaube damit könnte man mich nicht zum kauf begeistern :/

  3. linux on your desk sagt:

    wow. wenn jetzt noch linux vernünftig unterstützt werden würde und der akku besser wäre… ich würde ihn kaufen.
    @ Johannes
    hast du mel die möglichkeit linux aufzuspielen und zu testen ob touchscreen und optischer trackpad/maus ersatz funktioniert?

  4. bluesilver sagt:

    Finde den fehlenden LAN-Anschluß das größte Manko (und eine schnelle SSD wäre mir auch lieber als die langsame Festplatte). Ob es wohl irgendeine Möglichkeit gibt da Abhilfe zu schaffen?

  5. Steven Lew sagt:

    ich weiß nicht. aufm meet and greet haben mir das display und das gesamte gehäuse nicht so richtig gefallen. es wackelte und knarzte als wäre es ein 3 euro spielzeug ausm automaten.. aber sonst istes natürlich ein nettes gadget..

  6. Jens Rupert sagt:

    nist du von amd bestochen worden? der atom ist der beste prozzi für netbooks! da kennt sich wohl einer nicht aus. mir ist ein atomprozzi doch tausendmal lieber als ein turion der tausendmal mehr strom firsst. komma klar (O)_(O)…

  7. sebastian sagt:

    vielen dank für den test!

    wie schwer is das netzteil?

    gibt es 1,8 ssds die sich zum tausch anbieten würden? kannst du ectl eine mal testen? oder geht das bei einem testgerät nicht?

    und welche version is die mit umts modem? d24s?

    frohe weihnachten
    sebastian

  8. Johannes sagt:

    Auf der Everun Note konzentrieren bitte. :)

  9. WinUserq sagt:

    Wie die Linuxsuchties immer einen Kauf von der Kompatibilität mit Linux abhängig machen. Aber ist ja nur “bla bla” und auch gut so, sonst hättet Ihr schon 10 Netbooks was? Ich finde es lustig, wie man so Microsoft verhasst sein kann, dass man es so verabscheut.
    Naja, viele Linuxer haben ja eh einen Knacks und halten sich für die besseren PC User.

    Ich finde das Gerät zu klein. Ich denke, selbst Netbooks sollten nicht kleiner als ein EeePC 90* sein, sonst wirds langsam ein PDA.
    Eee-PC.de gibt sich echt mühe – sauber :)

  10. sebastian sagt:

    ich zitiere mich ungern selbst…

    “wie schwer is das netzteil?

    gibt es 1,8 ssds die sich zum tausch anbieten würden? kannst du ectl eine mal testen? oder geht das bei einem testgerät nicht?

    und welche version is die mit umts modem? d24s?”

    antworten wären super ;-)

    gruß
    sebastian

  11. Johannes sagt:

    Ich habe keine 1,8er Platte da die ich testen könnte, es sollte aber jede funktionieren. Wegen UMTS musst du mal bei mobilx nachfragen. Die D24s hat eine SSD eingebaut, das war der einzige unterschied den ich gefunden hatte.

    Das Netzteil ist ein normales notebooknetzteil, ich hab es nichtmehr hier, deshalb wird es schwer es nun zu wiegen. Auch dafür mal bei mobilx nachfragen.

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  3. 10. Februar 2009

    [...] Es ist wieder soweit, ein weiterer Topblogger in der Szene hat ein Sony Vaio P erhalten: JKK. In seinem 16 minütigen Unboxing und HandsOn Video erzählt er uns ein wenig über seinen neuen Sony Vaio P, der übrigens 1,86GHz statt der bisherigen 1,33GHz Versionen die wir hier vorgestellt haben. Gegen Ende vergleicht er das Sony Vaio P noch mit dem Everun Note. [...]

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