Test: Lenovo S10e *Achtung, viele Bilder*

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Ich hatte nun die Gelegenheit einige Tage das Lenovo S10e zu testen und hier sind meine Eindrücke. Ich kann euch jetzt schon sagen, dass meine ersten Eindrücke Recht behalten haben und ich relativ zufrieden mit dem Lenovo S10e bin. Das ein oder andere habe ich natürlich zu bemängeln, aber mehr dazu im Test. Dazu kommen noch die zahlreichen (Detail-)Fotos die euch ein wenig vermitteln sollen wie das Lenovo S10e denn so aussieht. Einige Vergleichsbilder mit dem EEE-PC 1000H sind natürlich auch dabei.


Verarbeitung & Design & Anschlüsse

Das Lenovo S10e ist mit seiner Größe von 25cm x 18,5cm (19,7cm)* x 2,2cm (3,5cm)* kompakter als der EEE-PC 1000H. *(mit Akku). Mir gefällt das schlichte und schlanke Design des Lenovo S10e einfach, der Akku stört zwar das Bild ein wenig, aber man möchte ja unterwegs auch ein wenig Saft haben, deshalb kann ich es verkraften. Mein Lenovo S10e ist mit einer leichten Glanzbeschichtung überzogen, die das weiß schön schimmern lässt. Der Akku ist leider nur aus mattem Kunststoff ohne diese Beschichtung, deshalb passt er optisch leider nicht ganz zum Netbook. Das S10e verfügt über alle Standardanschlüsse die ein Netbook haben sollte, leider aber nur über zwei USB 2.0 Steckplätze und die auch noch auf zwei verschiedenen Seiten, externe Festplatten die zwei nebeneinanderliegende USB-Steckplätze benötigen, dürften damit sicherlich Probleme haben. Ein ExpressCard-Slot ist auch vorhanden, dieser kann für DVB-T / UMTS-Karten o.ä. benutzt werden.

Tastatur

Wie bereits hier beschrieben, ist die Tastatur 23,1cm x 9cm groß und damit ca. 2cm schmaler als die des EEE-PC 1000H. Trotzdem kann ich auf dieser Tastatur gut schreiben und der Druckpunkt ist gut. Nur die einzeilige Return-Taste stört mich immernoch. Für viele ist es auch ungewohnt, links unten die “FN” statt der “STRG”-Taste zu haben. Es ist ganz klar gewöhnungsbedürftig, nach ein paar Tagen kommt man damit wunderbar zurecht. Für alle die ganz pingelig sind: Die Tastatur gibt auf der rechten Seite etwas nach, was natürlich die Arbeit in keinster Weise beeinträchtigt.

Touchpad

Für meinen Geschmack ist das Touchpad leider etwas zu klein geraten, man kann damit aber natürlich trotzdem noch gut arbeiten. Ich merke nur, dass ich auch nach Tagen der Benutzung immernoch oft an die Grenzen des Touchpads stoße, was manchmal sehr nervig sein kann. Die Touchpad-Tasten haben einen guten Druckpunkt, das Klickgeräusch könnte aber auch etwas leiser sein. Die Maustasten sind zwei separate Tasten, was den meisten Anwendern mehr zusagt, als eine Tastenwippe. Das Touchpad unterstützt Multitouch-Gesten wie das vergrößern von Bildern unter Windows, ähnlich wie beim Apple IPod Touch oder dem MacBook Air. Einige Gesten, die man vom EEE-PC 1000H kennt wie das tippen mit drei Fingern als Ersatz für die rechte Maustaste, konnte ich leider nicht aktivieren. Auch das Scrollen mit zwei Fingern funktionierte bei mir nicht, dafür hat das Touchpad aber rechts einen Scrollbereich.

Display

Kommen wir zum Display. Das Display wurde wohl am meisten am Lenovo S10e kritisiert, da es gleich zwei Eigenschaften hat, die den meisten Benutzern garnicht zusagt. Zum einen spiegelt es, man sieht sich bei geringer Bildschirmhelligkeit und hellem Umgebungslicht also selber im Display. Zum anderen beträgt die Auflösung des Lenovo S10e 1024×576 Pixel, eine ungewöhnliche Auflösung, die eventuell Probleme bereiten könnte, da einige Programme mindestens 600 Pixel in der Höhe verlangen und sogar bereits bei der Installation meckern. Standardprogramme wie Microsoft Office und OpenOffice liefen jedoch einwandfrei auf dem Lenovo S10e und die fehlenden 24 Pixel fielen bei der Benutzung überhaupt nicht auf.

Festplatte

In das Lenovo S10e ist eine 2,5-Zoll Hitachi 160GB Festplatte mit 5400 U/min eingebaut. Diese kann natürlich gegen eine andere SATA-Festplatte getauscht werden, falls einem 160GB in einem Netbook nicht reichen. Zum Messen der Geschwindigkeit habe ich HDTune und Atto Disc Benchmark genutzt.

Performance

Die Performance des Lenovo S10e orientiert sich an der Performance anderer Standard 10-Zoll Atom-Netbooks. Um das System gut mit anderen Systemen messen zu können, habe ich 3DMark2001 installiert. Dieser Benchmark fordert von CPU und Grafikkarte einiges an Leistung und man kann somit auch leicht die entstehende Wärmeentwicklung beobachten.

Wärmeentwicklung

Auch nach zwei Durchläufen des Grafikbenchmark 3DMark2001 wurde das Lenovo S10e nicht übermäßig heiß, sondern nur warm, was vorallem auf dem Schoß sehr angenehm sein dürfte. Der Lüfter ist normalerweise kaum zu hören, wenn man aber etwas intensiver mit dem Gerät arbeitet, startet er ab und zu. Man hört ihn dann deutlich.

Akku

Im Lieferumfang des Lenovo S10e ist ein 6-Zellen Akku, der etwas aus dem Gehäuse schaut. Dieser wiegt ca. 327g. Mit dem Akku hatte ich bei intensiver Nutzung (WLAN an, Bildschirmhelligkeit hoch) durchschnittlich eine Laufzeit von ca. 4 Stunden und bei energiesparender Nutzung (WLAN aus, niedrigste Bildschirmhelligkeit) kam ich auf durchschnittliche 5-6 Stunden. Mit solchen Zeiten kann man vollkommen Zufrieden sein. Man benötigt also für einen normalen Tag in der Uni nicht zwingend ein Netzteil.

Fazit

Obwohl das Lenovo S10e nur eine abgespeckte Version des eigentlichen Lenovo S10 ist, hat es garnicht so schlecht abgeschnitten. Das von vielen bemängelte Display ist aufgrund seiner spiegelnden Eigenschaft für sonnige Tage am Strand wohl eher ungeeignet, aber für die durchschnittlichen Alltagsaufgaben durchaus brauchbar. Das Design gefäll sicher nicht jedem, aber jeder der auf schlichte, nicht auffällige Formen steht, wird sich sicherlich damit anfreunden können. Zudem ist es mit 349EUR eines der preiswertesten 10-Zoll Netbooks.

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