Leserreview: One A110

Unser Leser Sebastian hat einen One A110 gekauft und berichtet nun hier über seine Erfahrungen mit dem Gerät.

Einleitung
Als ich vor ca. 3 Wochen von den Plänen von One.de las, ein Mini-Notebook für 199€ zu verkaufen, welches von den Spezifikationen dem EEE 2G Surf ähnelt, hatte der Hersteller sofort mein Interesse. Entgegen der eMails vom Kundenservice auf die Frage, wann man ihn den bestellen könne, gab es ihn nicht erst 5 Wochen später, sondern direkt am Abend des zweiten Tages nach Ankündigung, an den die zweite eMail bei mir einging.
Da One.de laut eigenen Aussagen Probleme mit dem Betriebssystem hatte, wurde ich um Geduld gebeten. Ich hatte per Nachnahme bezahlt und war fest entschlossen, wenn es mir zu lange dauert, das Packet einfach mit „Annahme verweigert“ zurückgehen lassen. Am Mittwoch war es dann so weit, und ich konnte mein erstes Notebook in die Arme schliessen. 🙂

Ausstattung
Die Verpackung des A110 war in schlichtem weiß gehalten. Neben dem A110 enthielt der Karton eine Schaumstoffgefütterte Tasche, das Netzteil und den 4 Zellen Akku. Auch gibt es eine Schnellstartanleitung. Leider fehlt der Hinweis auf die GPL, worauf ich den Hersteller bereits hingewiesen habe.

Die Hardware
Der A110 ist solide Verarbeitet. Entgegen der Vermutungen und Ängste, die beim Gedanken an den Preis in meinem Kopf rumgeisterten, war die Verarbeitung gut. Das Display wackelt nicht und der Akku, welcher auch als Standfuss dient ist mit einer Schiene zusätzlich fixiert. Die Anschlüsse sind passgenau eingebaut, halten die Stecker fest und wackeln nicht. Auch bietet das Diplay ein recht kontrastreiches Bild. Leider ist der Deckel durch den Glanzlack anfällig für Fingerabdrücke.
Die Anschlüsse, die das A110 bietet:

  • 2x USB 2.0
  • 1x Lan
  • 1x Modem
  • 1x VGA
  • 1x Mikrofon
  • 1x Kopfhörer
  • 1x Netzteil

Zusätzlich bietet er einen SD Slot, leider wird SDHC nicht unterstützt.

Die Software
Als ich den A110 dann startete, wusste ich warum es Probleme mit dem OS gab. Entgegen der Werbung war kein Linpus Lite installiert, sondern Ubuntu 8.04, alias Hardy Heron. Dadurch hatten die Mitarbeiten von One.de sehr viel Mehrarbeit hatte, welches die Verspätung in meinen Augen entschuldigt, da man wahrscheinlich versucht hat, Qualität zu liefern. Durch Ubuntu(Gnome) hat die CPU eine Dauerlast von rund 19%, trotzdem starten die meisten Anwendungen schnell. Leider hat der Mitarbeiter von One.de, der Ubuntu angepasst hat, das gesamte „/usr“-Verzeichnis komprimiert. Man kann deshalb keine zusätzliche Software, sowie keine Softwareupdates installieren. Für die meisten Nutzer werden die installierten Programme (zB. Firefox, Pidgin,Thunderbird und Open Office) aber reichen.
Die WLan Treiber sind vorinstalliert, man kann Out-of-Box ins heimische Wlan. Leider fehlt ein Grafiktreiber, weshalb die einzig mögliche Auflösung 640×480 beträgt, was leider zu einem leicht verzerten Bild führt.
One.de legt im Moment leider kein SSD Image bei, weshalb man Änderungen am Betriebssystem nur machen sollte, wenn man weiß, was man tut.

(Dieser Abschnitt ist noch nicht Final, 13% der Serie sollen mit einer falschen Ubuntu Version versendet worden sein, wahrscheinlich fall ich drunter. Diese 13% bekommen einen USB Stick mit der Finalen Version.
Vielleicht bin ich einfach drunter gefallen.)

Das Fazit
Der Kauf hat sich gelohnt, zumal man bei dem Preis von 199€ (am
Einführungstag) nicht wirklich meckern kann. Hardwaremäßig vollends zufriedenstellend,doch hat One.de sich mit dem Betriebssystem einige Patzer geleistet, auch wenn die Modifikationen gut gemeint sind.

Dieser Text steht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany Licence.

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